Über außergewöhnliche Lektüre

Vor nicht allzu langer Zeit hätte ich so ein Buch wahrscheinlich keines Blickes gewürdigt. Hätte am Absatz umgedreht und mich Liebesgeschichten, dicken historischen Romanen und den Harry-Potter-Bänden zugewandt.

Gerade liegt ein Buch auf meinem Nachttisch – mit dem Titel „Hautnah – Alles über unser größtes Organ“ von Yael Adler. Ein Sachbuch. Und ich muss sagen: Es gefällt mir überraschend gut. Es ist so interessant, zu erfahren, was alles in unserer Haut steckt. Außerdem schreibt Yael Adler, selbst Dermatologin, sehr verständlich und immer wieder ergänzen kleine Zeichnungen das Geschriebene. Das alles verändert den Blick auf den eigenen Körper.

Aufgebaut ist das Buch dabei folgendermaßen:
Es beginnt mit einem Kapitel über die Haut. Dabei ist jeweils der Oberhaut, der Lederhaut und der Unterhaut ein Unterkapitel gewidmet. Funktionen, Bestandteile, faszinierende Eigenschaften und Krankheiten finden hier Platz. Danach geht’s um den Einfluss der Sonne und Ernährung auf unser Hautbild, um Hautkrankheiten und darum, wie unsere Seele und unsere Ernährung unser Hautbild beeinflussen.

Alles Mögliche übers Riechen, übers Fühlen, über Schuppen und über Partnerwahl… Faszinierend! 336 Seiten, die es wirklich wert sind, gelesen zu werden – ob man sich nun immer schon für Biologie interessiert hat oder nicht.

…Update meiner restlichen Lektüre: Es steht schlecht um mich. Die Matura steht kurz bevor; Ingeborg Bachmann und Antoine Leiris liegen halb- oder ungelesen in meinem Zimmer umher und schauen vorwurfsvoll. Dank sei den Graphic Novels, denn bekanntlich sagen Bilder oft mindestens genau so viel wie tausend Worte und es geht eindeutig schneller als Lesen. Die Graphicnovel „Ein neues Land“ von Shaun Tan hat mich sehr berührt – es beleuchtet die Flüchtlingsthematik sehr eindrucksvoll aus der Perspektive von jemandem, der sein Heimatland verlassen hat. Und dort ist plötzlich alles fremd. Das wird einem beim Blättern durch „Ein neues Land“ schmerzlich bewusst. Wie der Zeichner das so gut aufs Blatt und an den Mann/die Frau bekommen hat? Schaut es euch an, es ist wirklich sehenswert!
Was mir neulich außerdem große Freude gemacht hat, war des Lesen und Schmökern in der Zeitschrift „Flow“. Um ehrlich zu sein, dachte ich lange (ohne je einen Blick hineingeworfen zu haben), das sei nur ein oberflächliches Heftchen mit schönem Papier drinnen – aber ich war überrascht, wie viel gehaltvoller und breit gefächerter Inhalt in der „Flow“ steckt. Und wie gut geschrieben die Texte auch sind… Ihr seht, ich komme ins Schwärmen.

Und damit höre ich auch auf und widme mich wieder Parabeln, Optimierungsaufgaben, imaginären Zahlen und Funktionen.

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Nachgemacht 01

Immer wieder mal schaue ich gerne auf dem YouTube-Kanal „jasminar“ vorbei und habe dabei neulich ein Rezept für ein Bananenbrot entdeckt und promt ausprobiert (und aufgrund eines Mangels an Agavendicksaft und Sojamilch ein bisschen abgeändert).

Es besteht aus drei Bananen, 3 TL Honig, 400g Mehl, 2 TL Backpulver, 150 ml Milch und ein paar gemahlenen sowie gehackten Nüssen und einer Hand voll Rosinen.
Jasmin von „jasminar“ verrührt die Zutaten nur mit dem Löffel, aber ich empfehle wirklich, es zu mixen.
Und danach geht’s bei 200°C Ober-Unterhitze ab in den Ofen.

Fazit:
Achtung, bananig. Aber auch eine gute süße Alternative, die man auch vegan zubereiten kann.
Was mir daran gefällt, ist, dass es nicht allzu süß ist, und auch die Rosinen und der Nussmix machen sich gut darin. Die Masse ist leider insgesamt nicht sehr flaumig – ein bisschen, wie ein Kuchen, der „sitzengeblieben“ ist. Insgesamt am besten hat es mir in nicht mehr ganz frischen Zustand bestrichen mit Zwetschkenmarmelade gemundet.

Ausprobierer und ihre-Erfahrungen-mit-mir – Teiler: Herzlich Willkommen!

 

Quelle für das Rezept: https://www.youtube.com/watch?v=MW7d8_vI8_8

Unansehnlich.

Unansehnlich, aber unglaublich lecker und der absolute Renner in meiner Familie: Meine Lieblingskekse.

Zutaten:
125 g Margarine
125 g Zucker
1 Ei
250 g Dinkel-Vollkornmehl
1 Päckchen Vanillezucker

eventuell etwas (Planzen-)Milch oder Wasser, damit sich die Masse leichter mixen und formen lässt
und je nach Lust und Laune: Haferflocken zum Bestreuen

Mit dem Mixer verrühren und mit einem oder zwei Teelöffeln den Teig in kleinen Portionen auf ein eingefettetes und bemehltes oder mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen.
Für zirka 20 Minuten in den Ofen, bei etwa 175°C – und die Dinkelkekse sind fertig!
Praktisch zum Mitnehmen und für Zwischendurch, aber auch als kleines Mitbringsel. ❤

Bilderbücher für „Große“

In letzter Zeit fällt’s mir manchmal etwas schwer, mich auf wirklich lange Texte einzulassen und zu konzentrieren. Da ich aber trotzdem nicht auf Geschichten verzichten möchte, habe ich – dank meiner Deutschlehrerin – eine Alternative entdeckt, die mir super super viel Spaß macht. Graphic novels.

Es ist echt schön zu sehen, wie witzig und einfallsreich man illustrieren kann. Die Geschichten wirken so lebendig.
Ein Variante, die natürlich für eine Deutschlehrerin interessant ist, ist folgende: Klassiker als Graphic Novel. Graphic Novels machen eine Geschichte viel anschaulicher, wenn ein alter Text etwas trocken wirkt. „Die Verwandlung“ von Franz Kafka zum Beispiel gibt’s als Graphic Novel, genau so wie „Der Mann ohne Eigenschaften“ von Robert Musil.  Ein Buch, das im Original einen Umfang aufweist, der selbst seitens des geübten Lesers zu Verzweiflung führt.

Diese 3 habe ich in letzter Zeit sehr genossen:

„Wir können ja Freunde bleiben“ von mawil (dessen „Kinderland“ auch sehr zu empfehlen ist). Durch die wenigen Seiten dieser Graphic Novel kann man einem Jungen dabei folgen, wie er sicher immer wieder in Mädchen verliebt die ihn zwar mögen, aber…: „I like you but i don’t want anything from you“.

„Ein Sommer am See“ von Mariko und Jillian Tamaki. Eine Sommerfreundschaft zwischen zwei Mädchen, die sich gerade sehr verändern und unterschiedliche Interessen entwickeln.

Und, mein persönlicher Favorit: „Wie ein leeres Blatt“. Eine junge Frau, Eloise, verliert ihr Gedächtnis, niemand kann sich erklären, warum – und sie muss sich erst mal neu orientieren und definieren. Interessant ist, dass sich sie sich ganz andere Vertraute und Freunde sucht und sich mit anderen Dingen umgibt, als in ihrem „vorherigen Leben“.

Alle Charaktere sind so sympathisch und dass sie in diesen Büchern nicht nur durch Wort sondern durch Bild beschrieben werden, trägt dazu bei, dass man sich ihnen näher fühlt.. 🙂

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